04. Juli 2010:
Zur Vorabinfo: Im Nationalpark habe ich nicht nur ein Karibu gesehen und den Gros Morne Mountain bestiegen, nein ich habe auch ein neues Wort gelernt: Awesome. Das klingt total cool, wird von jedem ständig gesagt und passt scheinbar auf alle Situationen, die nicht ganz doof laufen. In den vergangenen Tagen habe ich „awesome“ bestimmt 100x gehört und 30x selbst ausgesprochen. Irgendwann kann man es nicht mehr hören und alles ist wieder „great“, „fantastic“ und „really good“. Ich versuche dieses a-Wort im normalen Sprachgebrauch also zu vermeiden.
Weiter im Text:
Nach einer unruhigen Nacht in der Cabin werfe ich einen Blick nach draußen. Unsere Plastestühle liegen ein paar Meter von der Veranda entfernt. „Electra“ hat glücklicherweise keinen sichtbaren Dachschaden davongetragen. Da es immer noch regnet, fällt unser geplanter Hike buchstäblich ins Wasser. Wir begeben uns zum Trost ins kleine, süße „Java Jack“, ein gemütliches Cafe in Rocky Harbour. Dort bekommen wir leckeren Cappuccino und verspeisen riesige Beerenmuffins. Mhmm, it’s awesome, äh, schmackhaft!
Es regnet immer noch, also treten wir die 8stündige Heimreise an. Berge, Seen und Nadelwälder wechseln sich am Straßenrand ab. Wir legen wieder Kaffeepause beim Tim Hortons ein und lassen das awesome, ups, tolle Wochenende Revue passieren. Gegen 6 erreichen wir St. John’s, laden Rucksäcke und Mitfahrer aus und Clarissa und ich bringen „Electra“ zur Autovermietung am Flughafen zurück. Um in die Stadt zurück zu kommen, organisieren wir ein Taxi. Wir plaudern bissl mit dem Fahrer, wo wir herkommen, was wir in St. John’s treiben, und dass wir am Wochenende im Gros Morne Park waren. Wir wollen gerade ausdrücken, dass es richtig schön dort ist, da sagt er schon „Oh, yes, it’s so awesome!“. Ok, ich gebe mich geschlagen, dieses Wort werde ich so schnell nicht mehr los.
gibt es in Kanada kein Nummernschild am Auto? :) euer Electra sieht so nackt vorne aus.. :D
AntwortenLöscheneure katja