1. Juli 2010:
Nach nächtlicher Debatte haben wir uns doch auf eine angenehmere Startzeit (6 AM) geeinigt und schaffen eine fast pünktliche Abreise Richtung Westen. Der Trans Canada Highway 1 liegt noch völlig im Nebel als wir den ersten Tim Hortons ansteuern. Mit Hot Smoothie wird schnell fürs Erinnerungsfoto gepost und dann schießt „Electra“ (unser fahrbarer Untersatz) auch schon durch den Parkeingang. Doch Halt – 8,90 CAD müssen an der Pforte pro Tag und pro Person entrichtet werden. Da wir das bissl happig finden überlegen wir sogleich, wie wir der ganzen Sache entgehen können. Unsere Schlachtpläne werden allerdings nicht geprobt, denn es ist Canada-Day! Und zur Feie
r des Tages ist der Eintritt in den Nationalpark frei. Das ist doch mal eine nette Begrüßung!
Ohne Umwege steuern wir sogleich den ersten Trail an. Eine kurze Wanderung im Süden des Geländes führt uns in die Tablelands. Eine Art Mondlandschaft mit viel Gestein und kleinen Bach gibt es zu bestaunen. Bei Sonnenschein ist die anstrengende Fahrt recht schnell vergessen und der erste „Hike“ macht Lust auf mehr.
Nachdem wir unsere Cabin (1 Zimmer mit 2 großen Betten und Bad) in Beschlag genommen haben, machen wir uns auf den Weg zur Canada-Day-Party in Rocky Harbour. Wir erreichen einen kleinen Hügel auf dem sich schon ein paar Leute tummeln. Etwas verdutzt betrachten wir ein abgesperrtes Areal. Am Zaun baumeln Wimpel mit Bierkrügen. Vielleicht werden dort Spiele veranstaltet? So was wie Ferkel im Schlamm einfangen? Es werden immer mehr Menschen auf der anderen Seite. Komisch, die Familien mit Kindern bleiben bei uns und dem Alleinunterhalter. Langsam wird uns klar, dass hinter dem Zaun der Alkoholbereich liegt. Es werden also alle Biertrinker in eine Art Gehege gepfercht, das lustig angestrahlt und mit Wimpeln verziert ist. Wir setzen keinen Schritt über die Grenze und vertreiben uns die Zeit mit den anderen 4 PJler-Mädels bei guter Livemusik. Gegen 10 ist alles in Nebel gehüllt, es windet stark und ist eisig kalt. Trotz Handschuhen beschließen wir den Rückzug in die Cabin anzutreten. Das Feuerwerk ist bei den Nebelschwaden nicht mehr auszumachen. Außerdem ist es bestimmt nicht von Nachteil ausgeschlafen die erste Bergbesteigung anzutreten…
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen