Donnerstag, 29. Juli 2010

Dinner auf iranisch


25. Juli 2010:
Da wir keine festen Vereinbarungen für den heutigen Tag getroffen haben, klingelt auch kein Wecker. Nach dem späten Frühstück macht sich Sophie joggend auf den Weg zum Qidi Vidi Lake und ich gehe in mein lieb gewonnenes Gym-Bad. Nach 96 Bahnen treffe ich überraschend auf Katharina und wir schwimmen noch ein paar Meter schwatzend nebeneinander her. Zurück im Hatcher House trudelt Sophie auch schon wenige Minuten später ein. Gemeinsam brechen wir, bei herrlichem Sonnenschein, in den Pippy Park auf. Dort wollen wir endlich das Fluvarium, eine Art Museum zum Thema Gewässer, besuchen. Pünktlich zur Fütterung der Barsche, Lachse und des Aals sind wir vor Ort. Das Fluvarium ist in einen natürlichen Flusslauf integriert, sodass man im Keller durch große Glasscheiben direkt in den Bach schaut. Man kann die Fische und Pflanzen bestaunen, als würde man in einer Tauchglocke sitzen. Nur anfassen kann man die bunten Forellen und die glitschigen Muscheln nicht. Nachdem wir nun auch wissen, was der Unterschied zwischen einem Pond und einem Lake ist, geht es im weiten Bogen ums Gewässer (Long POND) zurück.

Wir passen unsere Kleidung den abendlichen Temperaturen an, schon steht das nächste kulinarische Highlight bevor - ein iranisches Dinner. Wir klingeln kurz nach 7 PM und es schnuppert vielversprechend nach Reis. Im Teamwork haben die Jungs und Hillary Curcuma-Hühnchen, Reis mit süß-sauren Beeren und Fried Potatoas gezaubert. Frischen handgeschnippelten Salat gibt es als Vitaminquelle. Selbstverständlich schmeckt das Essen genauso toll, wie es aussieht. Aber das war noch nicht alles. Moazzes packt einen Projektor aus und wir gucken "Bitter Moon" auf Leinwandgröße. Danach weiß ich, dass ich meine Flitterwochen keinesfalls auf einem Schiff verbringen werde, so was geht nicht gut. Unsere aufgewühlten Gemüter werden mit einer riesigen Portion Schoko- und Vanilleeis beruhigt. Daran könnte ich mich doch glatt gewöhnen :-) Es ist nach 11 PM, als wir uns verabschieden. Wir sind irgendwie immer die einzigen, die am nächsten Tag so zeitig aufstehen müssen…

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