Dienstag, 10. August 2010

Regatta Day

4. August 2010:
Im OPD dreht sich heute alls ums Thema "Ruecken", ein typischer Mittwoch also. Um fuer die noetige Abwechslung zu sorgen, laesst Dr. Hogan Donuts und leckere Creamy Curls von Tim Hortons in die Klinik liefern. Am Ende meines PJ's habe ich bestimmt das komplette Gebaeck-Sortiment durchprobiert. Momentan liegen die Cocos-Donuts mit den Wallnuss-Schoko-Teilchen gleichauf :-)
Schon um 3 PM duerfen Katharina und ich die Ambulanz verlassen, um den Nachmittg am Quidi Vidi Lake zu verbringen. Offensichtlich ist die ganze Stadt auf den Beinen. Wer nicht zwingend auf Arbeit gebraucht wird, nimmt sich einfach frei. Im Krankenhaus sind alle Bueros geschlossen, die Supermaerkte haben die Oeffnungszeiten stark eingeschraenkt und es fahren zahlreiche Sonderbusse zum See. Es ist Regatta-Day, der wohl beliebteste Feiertag in St. John's (nach dem Canada-Day vielleicht). Das Besondere an diesem Public Holiday: Ist das Wetter schlecht, wird einfach der naechste Tag zum Regatta-Day ernannt, im Radio werden die Einwohner darueber informiert. Heute ist das jedoch nicht noetig, die Sonne scheint ohne Unterlass, sodass der Feiertag planmaessig am ersten Mittwoch im August stattfinden kann. Auch wir pilgern mit den Massen zum Festgelaende. Rund um den See sind Fressbuden, Huepfburgen (gleich 10 nebeneinander) und Spassspielstaende aufgebaut. Man kann bunte Ringe auf Stoeckchen werfen, mit Baellen nach Dosen schiessen oder einer amuesanten Kirchentanzgruppe applaudieren. Nur durch ploetzlich einsetzenden Eisappetit kann ich mich vom Frosch-Katapult losreissen. Die Schlange am Ice-Cream-Stand ist ungerecht lang, wir warten sehnsuechtig 15 Minuten. Eisschleckend treffen wir die anderen deutschen PJler und zahlreiche Residents. Scheinbar war im ganzen Krankenhaus nix mehr zu tun. Abgelenkt vom Drum-Herum bekommen wir von den eigentlichen Bootrennen wenig mit. Nur so viel: es sitzen 6 Ruderer und ein Steuermann drin. Wer die verschiedenen Teams sind, bleibt uns bis zum Schluss schleierhaft. Wir essen uns quer durch das reichhaltige Angebot: Eine grosse Schachtel eingelegter Miesmuscheln ist innerhalb von Minuten nur noch ein Schalenhaufen. Der Mooseburger schmeckt angeblich nach altem, zaehen Elch. Sophie ist sich diesmal aber sicher, dass es keine Rinderbulette war. Ich bin mit meiner rosa Zuckerwatte (Cotton Candy) sehr gluecklich, das schmeckt so richtig nach Rummel und hinterlaesst ein lustiges Gefuehl auf der Zunge. Irgendwie hatte ich das ueber die Jahre vergessen.
Als gegen 7 PM die Finals beginnen, haben wir ausreichend gesehen und gegessen. Der Himmel sieht verdaechtig nach Regen aus, sodass wir ueber den Rennie-Miller-Hiking-Trail zu unserem Auto zurueck wandern.

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