Donnerstag, 24. Juni 2010

Zumba

24. Juni 2010:

Und wieder ist ein Tag ins (Neufund)Land gegangen. Im Krankenhaus war’s heute richtig gut. Es fing schon damit an, dass ich meinen Spind in den Katakomben wiedergefunden habe. Um mich selbst zu ärgern, hatte ich gestern meinen Kittel dort eingeschlossen. So durfte ich meine Suche nicht wieder erfolglos abbrechen. Meinem Resident hab ich noch während der Visite klargemacht, dass ich keinen Bock auf OR („Ohhuuar“ gesprochen, soll Op-Saal bedeuten) habe. Aus gynäkologischer Sicht ist meine Erfahrung mit Hüft- und Knie-TEPs sicher mehr als ausreichend. Demzufolge bin ich auch gleich in die Ambulanz und habe unzählige Patienten über ihre Fußprobleme ausgequetscht. Kleines Highlight war dabei eine Fußknochenteilentfernung (Köpfchen Os metatarsale V), die in örtlicher Betäubung an einem querschnittsgelähmten Patienten vorgenommen wurde. Dabei stellte schon die Übersetzung (von der korrekten Betonung mal abgesehen) von „paraplegischer Patient“ eine Herausforderung für mich dar. Nebenbei habe ich wieder arthrotische Knie und schmerzende Schultern mit Steroiden vollgepumpt. Zu Mittag gab’s dann lecker chinesisches Fast Food. Ich hatte eine solch riesige Portion (Hühnerbällchen, Reis, gebratenes Gemüse, Frühlingsrolle), dass der umfangreiche Rest Sophies Abendbrot wurde.

Gegen 5 konnte ich mich dann aus der Sprechstunde schleichen um pünktlich zum Date ins „The Works“ zu kommen. Der Verantwortliche für die Sportstätten hat sich dafür eingesetzt, dass wir die nächsten Wochen zu super Konditionen (25 CAD) das Fitnessstudio nutzen können. Und heute haben wir dafür alles vertraglich geregelt. Wir können ja nicht nur 2 Monate futtern und Bus fahren. Es gibt auch ganz klangvolle Kurse, wie z.B. „Zumba“. Es dürfen gerne Tipps abgegeben werden, was sich wohl dahinter verbirgt. Eine Auflösung folgt, sobald wir es ausprobiert haben :-)


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