18.Juni, 5:49: Abschied am Hauptbahnhof Dresden, im ICE Kindergeschrei & -gesang
18.Juni, 13:55: Flug nach Toronto, Deutschland steckt eine Niederlage ein, die der Pilot sogar durchsagt; Kindergeschrei
18.Juni, 16:30: Ankunft in Toronto nach nur 2,5 h, wir werden zig mal gescannt und müssen unsere Geflügelwurstbrötchen aufessen
18.Juni, 19:45: Flug nach St. John's, den ich komplett verschlafe, sogar der lautstark schnarchende Nachbar ist mir egal
19.Juni, 0:45: Ankunft in St. John's & einer neuen Zeitzone (-4,5 h MEZ)
Mit dem Taxi erreichen wir das Hatcher House auf dem MUN-Campus. Nach einem kurzen Telefonat kommt ein Mädel im Schlafanzug (pink mit Hunden drauf) an & wir bekommen ein Zimmer zugeteilt. Müde & abgeschlagen schließen wir die Tür auf & bekommen einen Schreck: hier wohnt doch schon einer! Wir wieder runter, das Mädel natürlich schon im Bett. Na gut, sehen wir mal, ob wir die Nacht noch Besuch bekommen ;-) Wir werfen das Bettzeug & den Müll vor die Tür, die Nacht (oder was davon übrig ist) verbringen wir im Schlafsack ohne weitere Probleme. Scheinbar werden die Zimmer immer erst kurz vor knapp wieder hergerichtet & wir waren für den 19. Juni recht früh unterwegs. Morgen ist ja auch erst nach dem Aufstehen.
Gegen halb 11 (Ortszeit) werden wir munter, die Sonne scheint, Möven kreischen draußen. Wir machen uns nach einem spartanischen Frühstück auf den Weg zum Supermarkt. Wir brauchen eigentlich alles, bekommen aber nur wenig für viel Geld. Beeindruckend lange Reihen von Tiefkühlschränken (wir haben keinen Herd), Toast (Toaster sind teuer) & Fastfood (Mikrowellenmagel) können wir nicht gebrauchen. Immerhin kaufen wir für umgerechnet 30 Euro ein. Besteck suchen wir vergeblich. In unserem Hostel sind im Sommer die Küchen abgeschlossen, und damit auch das gesamte Geschirr. Weil wir so nett fragen, rücken sie trotzdem was raus. Einen Kühlschrank haben wir zur Miete beantragt.
Den restlichen Tag erkunden wir zu Fuß die Stadt. Die Lage ist toll, entweder man sieht Richtung Berge oder Meer. Wir nehmen uns vor, den Signal Hill zu besteigen. Die Sonne scheint den ganzen Tag, nur ein straffer Wind stört unsere Fotofrisuren. In der Touristeninfo weiß man auf alle unsere Fragen eine Antwort & wir bekommen unendlich viele Karten, Lesestoff & eine Schokomilch. Nach einem langen Fußmarsch zum Telefonkartenladen und zurück zum Hatcher House essen wir Abendbrot: Brot mit Marmelade und eine Möhre ;-)
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